Raum und Rhythmus
Was trägt dich gerade?
Bei mir ist es ein Raum.
Oase.
Atelier.
Rückzugsort.
Spielzimmer.
Forschungslabor.
Traumwiese.
Jedes Detail darin erzählt eine Geschichte.
Und alles ist schön geworden. Und das ist wichtig für mich.
Denn ich glaube inzwischen:
Schönheit ist kein Luxus. Sie ist Nahrung.
In den letzten Monaten habe ich mich neu verliebt: in den Prozess.
Zerlegen.
Verbinden.
Verwerfen.
Neu sehen.
Ich habe geübt, geforscht, gelehrt, getestet, geschrieben, gewandert, gesungen, gemalt, geschlafen, gelacht, geweint, geliebt.
Kurz gesagt: ich habe gelebt.
Mein Kopf war voll.
Mein Herz auch.
Und zwischendurch zeigte sich immer wieder ein kleines fehlendes Puzzleteil.
Leise entstand daraus etwas Neues: Ein Rhythmus.
Rhythmus statt Routine.
Routine hat mich oft eng gemacht.
Rhythmus trägt mich.
Er gibt mir Form — und gleichzeitig Raum zum Atmen.
Ich kann mich darin bewegen.
Improvisieren.
Pausieren.
Wieder anfangen.
Und langsam beginnt dieser innere Rhythmus auch sichtbar zu werden.
Montag — Ankommen
Dienstag — Ausrichten
Mittwoch — Leben
Donnerstag — Weite
Freitag — Ausdruck
Samstag — Zurückkommen
Sonntag — Integrieren
Nicht als starres System. Sondern als Orientierung.
Wie Atem. Oder eine Landschaft, durch die man sich bewegt.
Zwischen all dem sind übrigens auch meine Bücher entstanden.
Und während ich das schreibe, verändert sich dieser Raum weiter.
Leise.
Schritt für Schritt.
Mit offenen Fenstern und Türen zur Welt.
Mehr davon bald.
Bis dahin wünsche ich dir ein sanftes Frühlingserwachen.
Und vielleicht auch ein wenig mehr Raum für deinen eigenen Rhythmus.
Mit Liebe und dem eigenen Rhythmus,
Jeannette