Greetings from the Mucacabana
MUC trifft Copacabana ☀️
Diese ersten warmen Sonnenstrahlen auf der Haut. Hast du sie auch vermisst?
Am Fluss wird es plötzlich wieder lebendig.
Menschen sitzen im Gras.
Musik liegt in der Luft.
Jemand lacht.
Fahrräder rauschen vorbei.
Mein Liebster und ich nennen den Isarstrand aus Spaß die Mucacabana — MUC trifft Copacabana.
Weil dort auf einmal wieder so viel Bewegung ist.
So viel Leben.
Es erinnert mich an Brasilien.
An die Zeit, in der ich begonnen habe, meiner inneren Weite zu folgen — ohne genau zu wissen, wohin.
Innere Weite ist für mich dieses Gefühl, dass da noch mehr Leben auf mich wartet.
Nicht unbedingt als klarer Plan. Eher wie ein inneres Ziehen.
Vielleicht kennst du das auch.
Mit den ersten warmen Tagen melden sich bei mir übrigens auch alte Stimmen.
In Brasilien habe ich beim Reisen und Tanzen Gewicht verloren. Im Winter kam einiges davon zurück.
Früher hätte mich das innerlich unter Druck gesetzt. Heute sehe ich etwas anderes.
Mein Körper hat gearbeitet.
Getragen.
Verdaut.
Gefühlt.
Ein Fundament gebaut.
Und er wollte dafür keine halben Sachen. Er wollte Nahrung. Also habe ich sie ihm gegeben.
Mehr Ruhe.
Mehr Essen.
Mehr Wärme.
Mehr Langsamkeit.
Heute versuche ich nicht mehr permanent, gegen meinen Körper zu arbeiten.
Ich vertraue ihm. Wenn er etwas braucht, höre ich hin.
Denn mein Verstand orientiert sich oft an der Vergangenheit. Mein Körper spürt die Richtung. Er übersetzt sie in kleine Schritte.
Ein leises: „Und jetzt das.“
Manchmal bedeutet das Bewegung.
Manchmal Pause.
Manchmal Sonne auf der Haut.
Und oft sind genau die ruhigsten Schritte die mutigsten.
Zum Beispiel anzuerkennen, was gerade wirklich da ist — ohne sofort jemand anderes werden zu wollen.
Genau dafür entstehen gerade meine Räume. Nicht als Ort der Selbstoptimierung.
Sondern als Räume, in denen wieder mehr Verbindung entstehen darf.
Zum Körper.
Zum eigenen Rhythmus.
Zum Leben.
Vielleicht ruft dich etwas davon.
Dann beginne einfach dort, wo du gerade bist.
Deine
Jeannette