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Da ist noch etwas…

Wann warst du das letzte Mal kreativ — ohne Druck?

Nicht produktiv.
Nicht effizient.
Nicht mit dem Gefühl, daraus „etwas machen“ zu müssen.

Sondern einfach so, wie Glut, die plötzlich wieder Luft bekommt.

Um diese Frage ging es gestern in meinem Vortrag.

Ich wollte immer kreativ sein. Und gleichzeitig dachte ich lange, ich sei es nicht.
Weil Kreativität oft auf eine bestimmte Weise verlangt wurde — und etwas in mir dabei eng wurde.

Zum Beispiel konnte ich meine Bachelorarbeit nur mit Mühe beenden und war irgendwann überzeugt: Ich kann nicht schreiben.

Gleichzeitig hatte ich ein riesiges Bild davon, was Kreativität sein müsste.

So groß, dass ich all die kleinen Momente übersehen habe, in denen sie längst da war.

Zum Beispiel:

– jemanden mit meinem Humor zum Lachen bringen

– ein Geschenk von Hand machen

– unter der Dusche singen

– ein Gedicht schreiben

– liebevoll kochen

– eine Feier gestalten

– beim Telefonieren nebenbei malen

Vielleicht kennst du das auch: dass Kreativität etwas Großes, Sichtbares oder Offizielles sein soll.

Und dabei übersehen wir, dass sie oft ganz leise beginnt.

Zum ersten Mal wirklich kreativ fühlte ich mich, als ich mein Buch über Meditation geschrieben habe.

Nicht perfekt.
Nicht strategisch.
Sondern auf meine eigene Art.

Forschend.
Testend.
Übend.
Empfangend.

Meine einzige Bedingung war: Ich schreibe nur, wenn es wirklich aus mir entsteht.

Und jetzt — nachdem ich alles darin selbst gelebt, geprüft und weiterentwickelt habe — entsteht gerade eine neue Version.

Darin bleibt nur, was auch im echten Leben wirklich trägt.

Ich arbeite dabei mit etwas sehr Einfachem:

Trial & Sensing.

Ausprobieren. Und spüren, ob etwas wirklich landet.

Im Körper.
Im Nervensystem.
Im Alltag.
Mit echten Menschen.

Erst dann bleibt es.

Gestern ging es in meinem Vortrag genau darum:

Kreativität ist kein Talent.
Keine Rolle.
Kein Titel.

Sie ist eine Kapazität.
Und manchmal verlieren wir einfach den Zugang dazu.

Die gute Nachricht: Man kann diesen Zugang wieder öffnen.
Nicht unbedingt durch komplizierte Methoden. Sondern oft durch einfache Dinge, die Freude machen.

Ich habe das in den letzten Monaten selbst getestet.

Es war ein intensiver Übergang.
Vieles war unklar.
Ich war müde.
Manchmal erschöpft.
Oft wusste ich nicht genau, wie es weitergeht.

Und trotzdem bin ich bei meinem Rhythmus geblieben.
Nicht perfekt. Aber verbunden.

Und jedes Mal kam etwas zurück:

Eine Idee.
Ein Gefühl.
Ein Puzzleteil.
Neues Vertrauen.

Langsam ist daraus mehr Kapazität entstanden.

Sodass ich gestern — trotz wenig Schlaf, Kopfschmerzen und Nervosität — auf der Bühne stehen konnte.

Und irgendwann kam dieser kleine innere Moment: Ich sagte einfach Ja.
Zu dem Raum.
Zu mir.
Zu dem, was gerade da war.

Und genau dort wurde es lebendig.

Danach kamen viele Gespräche.
Menschen erzählten mir, dass etwas nachwirkt.
Und ich glaube, genau das passiert, wenn wir aufhören, uns ständig in Form pressen zu wollen.

Aus all dem hat sich inzwischen ein Raum geformt:

Grow With Your Flow

Montag — Ankommen
Dienstag — Ausrichten
Mittwoch — Leben
Donnerstag — Weite
Freitag — Ausdruck
Samstag — Zurückkommen
Sonntag — Integrieren

Du brauchst nicht alles machen. Du brauchst nicht perfekt sein. Du darfst dich darin bewegen.

Vielleicht ruft dich etwas. Dann folge einfach dieser leisen Stimme.

Deine
Jeannette

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Greetings from the Mucacabana

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Raum und Rhythmus